AUSSTELLUNGEN demnächst

   
     
 


SA 17. März 12 11.00 Uhr
Kulturzentrum bei den Minoriten
, Mariahilferplatz 3/I

AUSSTELLUNGSDAUER 17. März bis 13. Mai 2012ÖFFNUNGSZEITEN DI bis FR / 10.00 bis 17.00 Uhr, SA und SO / 11.00 bis 17.00 Uhr
 

Eintritt: 4,-
Gruppen:
3,-

MITLEID | COMPASSION

 

ADRIAN PACI °

ZLATKO KOPLJAR °

PETRA STERRY °

ZWEINTOPF °

 MAARIA WIRKKALA°

 MADELEINE DIETZ

ERÖFFNUNG:

Diözesanbischof Dr. EGON KAPELLARI

Kurator: Johannes Rauchenberger

Im Eintrittspreis inbegriffen ist ein Ausstellungsführer mit erläuternden Texten zu den einzelnen Werken

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN: samstags, 11 Uhr
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Voranmeldung: TEL 0316 / 711133 27
email: kathrin.immervoll@kultum.at
Führungspreise für Gruppen inkl. Eintritt € 4,– / für Schulklassen inkl. Eintritt € 3,–

 


ADRIAN PACI (geb. 1969 in Shkoder (AL), lebt in Mailand (I))

Home to go, 2001
Farbfotographie
Ed. 3/5 (+ 2 AP)
155 x 155 cm, gerahmt
Courtesy der Künstler und Galerie Peter Kilchmann, Zürich
KULTUMdepot Graz,

Sammlung Religion in der Kunst
 

Menschliches Leid ist immer wieder Thema zeitgenössischer Kunst. Die Leidensgeschichte aber war lange Zeit ein Thema der Kunst. Von ihr, genauer dem Kreuz, blieb in der jüngsten Gegenwart oftmals nicht viel mehr als ein provozierender, mitunter blasphemischer Gestus im Gegenwartsdiskurs von Kunst, Gesellschaft, ja auch Kirche hängen. Dies legt die Frage nahe, ob und wie weit die christliche Passionsgeschichte auf dem Niveau heutiger Kunst und einer überzeugenden Theologie weitererzählt werden kann.
Mit dieser Ausstellung, in deren Zentrum Werke des aus Albanien stammenden und in Mailand lebenden Künstlers
Adrian Paci stehen, versucht das Kulturzentrum bei den Minoriten einmal mehr den Diskurs Religion und Gegenwartskunst weiterzutreiben: Der Versuch christliche Passionsgeschichte mit den Leiden der Gegenwart zu verschneiden und sie dadurch möglicherweise wieder befragbar werden zu lassen.


Neben Adrian Pacis Malereien sowie Foto- und Videoarbeiten zu Leben und Sterben Jesu, in Auseinandersetzung mit Pasolinis Film “Das erste Evangelium”, zur persönlich erlebten Emigration und zu schlichten Riten wie der Begrüßung von mehr als 800 Menschen zeigt die Ausstellung die Glasleiter und die „Permanent Collection“ der finnischen Künstlerin Maaria Wirkkala. Mit der bekannten Knieperformance “K9 Compassion” des kroatischen Künstlers Zlatko Kopljar vor Tempeln der kulturellen und finanzpolitischen Gegenwart in New York ist ein weiteres Schaustück der Sammlung im Kontext Mitleid zu sehen.
Ein weiteres Relikt aus einer Performance Kopljars, in der er sein Blut gespendet hat (K 8), schenkte der Künstler als „Blutreliquie“ der Sammlung. Diese, wiewohl über die Metapher des Herzens verbunden, bildet das krasse Gegenbild zu einem fatalen „Unschuldskleid“ des Grazer Künstlerpaars zweintopf. Die in Wien lebende steirische Künstlerin Petra Sterry zeigt in einer neuen Videoarbeit, was es im Angesicht einer unheilbaren Krankheit bedeuten kann, wenn Mitleid fehlt. Die physische Auslöschung, die das Sterben im Schlepptau hat, geht nicht mit jenem der Seele einher. Die deutsche Künstlerin Madeleine Dietz hat mit dieser Gewissheit Grabplatten zu Orten des Trostes geschnitten: Nicht Namen, Berufs- oder Standesbezeichnungen verdienen es in Erinnerung zu bleiben, sondern Worte der Nähe: DEINE HAARE, DEINE HÄNDE, DEIN KUSS, DEIN BLICK.


 


 

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